
Bei der Einrichtungsberatung sieht man immer wieder, dass viele Menschen ähnliche Probleme bei der Gestaltung ihrer Wohnung haben. Wir haben mal die häufigsten Einrichtungsprobleme unsere Kunden analysiert und sind dabei auf fünf Hauptproblemfelder gestoßen, die ich euch hier mit kurzen Lösungsansätzen vorstellen möchte.
1. Fehler: Kleinteiligkeit
Weniger ist manchmal mehr. Die Zeitschriften der letzen Monate, Postkarten der besten Freundin, die mitgebrachten Muscheln aus dem letzten Urlaub, die Blumenvase der Oma, viele kleinteilige Dekoelemente sorgen für Unruhe und verhindern ein harmonisches Raumgefühl. Lösung: Aus kleinteiligen Elementen große, einheitliche Elemente schaffen. Beispielsweise nicht ein Muschelglas auf die Kommode stellen, sondern drei große Gläser und dafür auf andere Elemente auf der Kommode verzichten. Das gleiche gilt für die Wand. Einzelne, kleine Bilder wirken schnell verloren, besser ist es, wenn man aus vielen kleinen Bildern ein großes Mosaik zusammenstellt oder lieber gleich große Bilder kaufen.
2. Fehler: Proportionen
Proportionen spielen eine große Rolle bei der Gestaltung von Räumen. Oft findet sich in kleinen Wohnzimmern eine massive Sofagarnitur, die den Raum komplett ausfüllt. Dabei kann man bei besonders kleinen oder großen Räumen durch die Größe der Möbel und Einrichtungsgegenstände viel erreichen. Lösung: In einem kleinen Raum sollte darauf geachtet werden, dass einzelne Möbelstück nicht unverhältnismäßig groß sind. Anstelle eines Ecksofas lieber ein kleines Sofa verwenden und dann mit Sesseln für zusätzlichen Sitzplatz sorgen. In großen Räumen ist es dagegen sinnvoll, sich auf wenige, große Möbel zu konzentrieren damit es nicht zu unruhig wirkt.
3.Fehler: Farben
Farben bereichern das Leben und können jede Wohnung verschönern. Allerdings ist es nicht einfach, die richtige Farbe für das richtige Zimmer zu finden. Oft wird entweder zu viel Farbe verwendet oder sich gar nicht erst an Farbe heran gewagt. Lösung: Farbige Wände können sehr schön wirken, wenn man aber nicht ganz sicher ist, sollte man nur eine Wand oder einen Bereich einer Wand farbig streichen, und nicht gleich das ganze Zimmer. Bei knalligen Farben besteht die Gefahr, dass man sich schneller satt sieht, helle, pastellige Farben sind dagegen meist die zeitlosere Variante. Wenn man dennoch kräftige Farben möchten, kann man auch über Accessoires (z.B. Kissen, Wandsticker, Vasen, Bilder) Akzente in einem Raum setzen und bleibt so flexibel, wenn eine Veränderung ansteht. Auch sollte man die Wirkung der Farben berücksichtigen, Graublau gibt einem Raum Weite, dunkle Farben machen einen Raum kleiner.
4. Fehler: Beleuchtung
Licht braucht der Mensch wie seine tägliche Nahrung. Sonnenlicht ist die beste Lichtquelle, in Räumen wo das Sonnenlicht allerdings nicht ausreicht, herrscht oft eine unzureichende Zusatzbeleuchtung. Lösung: Um einen Raum angenehm und hell zu erleuchten, ist es wichtig, viele verschiedene Lichtquellen zu haben. Auch sollte man direkte und indirekte Lichtquellen mischen, zuviel direkte Beleuchtung blendet die Augen erzeugt eine sterile Atmosphäre (besonders Halogenstrahler geben kaltes und grelles Licht). Mit Licht kann man sehr gut Bereiche in einem Zimmer betonen, beispielsweise kann mit einer großen Hängelampe über dem Esstisch in einem Wohnzimmer der Essbereich abgegrenzt werden.
5. Fehler: Stilmix
Oft werden Möbel und Wohnaccessoires wie Anziehsachen gekauft: Man sieht etwas, es gefällt einem und dann kauft man es. Problematisch wird es, wenn man dann in der Wohnung zu viele verschiedene Stile, Farben, Formen und Materialien sammelt und dann nicht weiß, von welchen Stücken man sich trennen soll. Lösung: Auf einem Moodboard/Pinnwand darf man alles Sammeln, was einem gefällt: Schöne Postkarten und Zeitschriftenschnipsel, Stoffe und Fotos. So kann man nach einiger Zeit ein Stil- und Farbkonzept ableiten, das Sicherheit beim richtigen Kombinieren und Einrichten gibt.
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